Sebastian Linden läuft 10 Meilen in 58:12 min

Bester Deutscher Teilnehmer des „Mini-Marathon“ in Apeldoorn
 

Der „Midwinter-Marathon“ war der zweitälteste Marathon in den Niederlanden und wurde von 1974-2015 in Apeldoorn ausgetragen. Seit 2015 wird die Marathonrunde nicht mehr gelaufen, jedoch weiterhin eine Teilstrecke, die sogenannte „Asselrunde“, mit einer Distanz von 25 km. Weiterhin ist der „Mini-Marathon“ mit der klassischen 10-Meilen-Distanz über 16,1 Km im Programm enthalten, sowie die „Acht von Apeldoorn“ mit einer Distanz von 8 km.

In den Wintermonaten gehört der Midwinter-Marathon zu den größten Laufveranstaltungen in Holland und wird auch von vielen ambitionierten Läufern aus Deutschland als erster echter Formtest genutzt. Für die diesjährige Veranstaltung am 4. Februar waren laut Veranstalter mehr als 14.500 Läufer auf den verschiedenen Distanzen gemeldet. Die Hauptevents bilden der 25 km-Lauf (Asselrunde), sowie der 10 Meilen-Lauf (Mini Marathon).

An der Startlinie der Asselrunde standen unter anderem die deutschen Topläufer Hendrik Pfeiffer vom TV Wattenscheid 01, Thorben Dietz von der LG Vulkaneifel, Dominik Fabianowski vom ASV Köln, sowie Marcel Bräutigam vom GuthsMuths-Rennsteiglaufverein.
Hendrik Pfeiffer überquerte nach 1:17:24 Std. als erster die Ziellinie, gefolgt von Thorben Dietz, mit 29 Sekunden Rückstand. Dominik Fabianowski aus Rösrath wurde mit 1:20:21 Std. sechster, vor Marcel Bräutigam auf Platz 7 mit der Zeit von 1:21:36 Std.

Sebastian Linden von den Rhein-Berg Runners entschied sich für einen Start auf der 10 Meilen-Distanz, die als offizielle Wettkampfdistanz auch eine Premiere für ihn bedeutete und als Formtest nach einem umfangreichem Trainingsmonat vorgesehen war. Die äußeren Bedingungen waren für Anfang Februar gut, 1-2 Grad Außentemperatur und relativ trockene Streckenverhältnisse, sodass die Voraussetzungen für eine avisierte Zielzeit von +/- 59 Minuten günstig waren.

Von Start weg bildete sich eine größere Gruppe mit ca. 15 Läufern, unter anderem mit der späteren erstplatzierten Frau, die auch ein etwas schnelleres Tempo anschlug, als für die avisierte Zielzeit nötig gewesen wäre. Dennoch entschied sich Linden aufgrund seines guten Gefühls bei der Gruppe zu bleiben und konnte ab Km 3 sogar an der Spitze laufen.
Die 10 Meilen-Strecke zeichnet sich durch ein abwechslungsreiches Profil aus, bei der es auf den ersten 8 Km mal mehr, mal weniger bergauf geht. Trotzdem blieb die Gruppe auch an steilsten Steigungen zwischen Km 4 und 5 zusammen und konnte sogar noch eine weitere kleine davor laufende Gruppen einsammeln. Die anspruchsvollen ersten 8 Km wurden mit einer Durchgangzeit von 29.29 Minuten durchlaufen, sodass die avisierte Zielzeit von höchstens 59 Minuten nicht gefährdet war, denn auf der zweiten Hälfte der Strecke erwartete die Läufer größtenteils bergab geneigtes Gefälle.

Das Renntempo konnte im weiteren Verlauf sogar noch einmal deutlich erhöht werden, sodass Km 14 mit 50:42 Minuten durchlaufen wurde und zu diesem Zeitpunkt bereits klar war, dass das Ergebnis eine Zeit sub 59 sein wird. Das Tempo wurde von Linden dennoch unverändert hoch gehalten, die Gruppe fiel dann auseinander und bestand gegen Ende des Rennens nur noch aus 5 Läufern und der schnellsten Läuferin des Tages. Auf der Zielgeraden wurden die Platzierungen untereinander ausgemacht und für Linden endete das Rennen mit einer sehr schnellen Premierenzeit von 58:12 Minuten auf Gesamtplatz 18 in einem stark besetzten Läuferfeld. Eine Zeit unter 50 Minuten erreichte lediglich der Sieger, Dennis Licht aus den Niederlanden, mit 49:24 Minuten. Platz 2 und 3 belegten zwei Belgier mit 51:32 Minuten bzw. 51:35 Minuten. Sebastian Linden kam in der männlichen Hauptklasse mit Platz 10 unter die Top 10 und erreichte zudem die beste Platzierung eines deutschen Teilnehmers.

Foto: Walter Linden

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