Podestplätze und Bestzeiten am letzten Tag des Jahres

Teilnahmen an Silvesterläufen in Trier, Köln, Neuss und Gummersbach
 

Den letzten Tag des Jahres nutzten die Läuferinnen und Läufer der Rhein-Berg Runners entweder mit dem gewohnten sonntäglichen Long-Run oder vorzugsweise mit der Teilnahme an einem Wettkampf im Rahmen eines Silvesterlaufes.
In Trier ging Martin Koller über 8 Km an den Start, in Neuss Thomas Sambale über 10 Km, in Köln Björn Müller, Sebastian Linden und Oliver Bruns über 5 km sowie Marc Fricke, Arthur Ralenovsky und Lars Gronewold über 10 km. In Gummersbach nahmen Stefani Richter am Silvestercross über 5 km teil, sowie Cornelia Türk und Rene Grass über 10,7 Km.
Der Silvesterlauf in Trier, veranstaltet vom gleichnamigen Verein „Silvesterlauf Trier e.V.“ wurde am letzten Tag des vergangenen Jahres zum 28. Mal veranstaltet. Im Fokus stehen in Trier der Elitelauf der Frauen über 5 km und bei den Männern der „Lauf der Asse“ über 8 km, mit jeweils hochkarätiger internationaler Besetzung. Gelaufen wird auf einem 1 km langen Rundkurs durch die Trierer Innenstadt, mit Start und Ziel am Hauptmarkt. Im 5 km-Elitelauf konnte sich Konstanze Klosterhalfen mit einer Zeit von 15:34 Minuten Platz 1 sichern, knapp vor Salome Nyirarukundo aus Ruanda und Melat Yisak Kejeta aus Äthiopien. Gesa Krause belegt mit 16:39 Minuten Platz 13 als fünftbeste Deutsche hinter Corinna Harrer (16:33).
Den 8Km Lauf „Asse Männer“ gewann Zouhir Talbi aus Marokko mit einer Zeit von 23:09 Minuten vor James Sugira aus Ruanda und Alfred Cherop aus Kenia. Bester Deutscher wurde Martin Sperlich vom VfB LC Friedrichshafen mit einer Zeit von 23:44 Minuten.


Auf beiden Distanzen wurde auch ein Volkslauf ausgetragen. Martin Koller, der mit seiner 10 Km-Zeit eigentlich eine Qualifikation für den „Lauf der Asse“ (unter 36 Minuten) hat, entschied sich aufgrund einer längeren Pause nach seinem erfolgreichen Frankfurt-Marathon für die Teilnahme am 8 Km-Volkslauf. Mit einer Zeit von 29:06 Minuten blieb Koller unter der 30 Minuten-Marke und erreichte damit einen Podestplatz. Hinter Jonas Hohenhorst (28:36 Minuten) und Saso Pecnik (29:01 Minuten) belegte Koller Gesamtplatz 3 und gewann zudem seine Altersklasse.


Der Silvesterlauf in Neuss wird direkt am Rhein, in Neuss-Uedesheim, ausgetragen. Die 10 Km-Runde startet auf dem Deich und führt die Läufer durch die Rheinauen und Felder erneut ans Rheinufer zwischen Km 4 und 5. Anschließend geht es wieder zurück zum Deichtor. Erwartungsgemäß gewann in Neuss der favorisierte Nikki Johnstone von der ART Düsseldorf, mit einer Zeit von 32:34 Minuten. Thomas Sambale wollte den letzten Renntag des Jahres eigentlich nutzen um seine Jahresbestleistung noch einmal zu verbessern. Da die Strecke und die Wetterbedingungen dafür nicht geeignet waren, klappte es leider nicht mit einer neuen Jahresbestleistung. Trotz der Anstiege am Deich und dem Wind auf der offenen Strecke, reichte die Zeit von 38:06 Minuten aber für eine Platzierung in den Top 10. Außerdem belegte Sambale neben Gesamtplatz 10 den 1. Platz in seiner Altersklasse.


Die meisten Teilnehmer stellten die Rhein-Berg Runners in Köln, beim traditionellen Silvesterlauf des TuS Köln rrh. Angeboten werden in Köln die klassischen Distanzen über 5 km und 10 km, sowie ein Staffelwettbewerb über 3 x 3,33 Km. Die Rhein-Berg Runners gingen im Staffelwettbewerb mit zwei Jugendteams an den Start und konnten mit Platz 1 und 2 eine sehr erfolgreiche Teilnahme verzeichnen. Dazu gibt es einen separaten Laufbericht unter „Jugend“.
Am Wettbewerb über 5 Km nahmen Sebastian Linden, Oliver Bruns und Björn Müller teil. Die Teilnahme war ebenfalls sehr erfolgreich, denn neben Gesamtplatz 2 für Linden konnten sowohl Linden als auch Müller neue Bestzeiten über die 5 Km-Distanz erreichen. Mit einer Zeit von 16:53 Minuten blieb Linden lediglich 2 Sekunden hinter Maximilian Hecker von der LG Kindelsberg Kreuztal und vor den drei Bunert Läufern Daniel Singbeil, Benedikt Nolte und Andre Rinke. Mit seiner neuen Bestzeit blieb Linden auch erstmals unter der 17 Minuten-Marke und verbesserte seine 5 Km-Zeit um glatte 30 Sekunden. In der Wertung der männlichem Hauptklasse belegte Linden Platz 1.
Oliver Bruns lief mit einer Zeit von 18:47 auf den 9. Gesamtplatz und Platz 2 in seiner Altersklasse. Auch Björn Müller konnte eine magische Zeitmarke knacken, denn erstmals blieb er in einer offiziellen Wertung unter 20 Minuten über 5 Km auf der Straße und verbesserte sich um 23 Sekunden. Mit der Zeit von 19:53 Minuten belegte Müller den 16. Gesamtplatz und den 7. Platz in der männlichen Hauptklasse.
Über die 10 Km-Distanz waren in Köln Marc Fricke, Arthur Ralenovsky und Lars Gronewold am Start. Hier konnte ebenfalls eine neue Bestzeit verzeichnet werden. Gronewold konnte mit der Zeit von 35:46 Minuten seine Bestleistung aus dem gleichen Jahr um satte 2:56 Minuten verbessern. In der Ergebnisliste belegt Gronewold mit dem Ergebnis Gesamtplatz 16 und Platz 2 in seiner Altersklasse. Arthur Ralenovsky, der aus beruflichen Gründen eine längere Zeit kürzer treten musste, nutzte den Silvesterlauf als Aufbauwettkampf und belegte mit der Zeit von 35:39 Minuten Gesamtplatz 15 und Platz 12 in der männlichen Hauptklasse. Marc Fricke kam mit 34:44 Minuten auf Gesamtplatz 11 und gewann die Wertung seiner Altersklasse M40 vor seinem Vereinskollegen Lars Gronewold. Sieger des Rennens wurde Jonathan Dahlke vom TV Herkenrath mit einer Zeit von 31:13 Minuten.


Der älteste und härteste Silvester-Crosslauf findet jedes Jahr in Gummersbach statt und feierte am 31.12.17 sein 60-jähriges Jubiläum. Einen neuen Teilnehmerrekord bedeuteten die 369 Läuferinnen und Läufer, die in diesem Jahr mit besonders tiefem Matsch auf der Strecke zu kämpfen hatten. Somit erreichte kein Teilnehmer des sehr anspruchsvollen Rennens das Ziel ohne deutliche Spuren auf der Laufkleidung.
Auch in Gummersbach waren die Rhein-Berg Runners vertreten, bei den Frauen auf der 5 Km-Strecke durch Stefani Richter und auf der 10,7 Km-Strecke durch Cornelia Türk. Ebenfalls am Rennen über die 10,7 Km-Distanz nahmen Tobias Hohagen und Rene Grass teil.
Start und Ziel der beiden Läufe über 5 Km und 10,7 Km ist das Gummersbacher Stadion „Lochwiese“. Originell wurden beide Läufe nacheinander, mit 10 Minuten Abstand, durch eine Silvesterrakete gestartet. Erst nachdem die Rakete in der Höhe einen Knall von sich gab, starteten die Teilnehmer von der Torauslinie, die den Start auf ihrer gesamten Breite markierte. Nach Überquerung des
Sportplatzes und kurzer Überquerung der Straße führt die Strecke auch sofort in den Wald, wo auch schon der steile Anstieg an den Serpentinen die erste Herausforderung ist. Oben angekommen bietet bereits der erste Weg keine Möglichkeit mehr auf trockenem Untergrund zu laufen. Nach einem weiteren Anstieg folgt eine Downhill-Passage auf dem sich die ersten Läufer bereits mehr rutschend hinunterbewegen. Der weitere Streckenverlauf ist ähnlich, ein Wechsel aus steilen Anstiegen und Abwärtspassagen mit tiefem Matsch und unter Wasser stehenden Hohlwegen. Die langen Niederschläge der Vortage sorgten für einen Crosslauf der keine Wünsche übrig ließ. An einer der nächsten Kreuzungen werden die 10,7 Km-Läufer den Berg hoch auf eine zusätzliche Schleife geschickt. Die 5 Km-Läufer laufen weiter geradeaus und treffen später auf die ersten entgegenkommenden 10,7 Km-Läufer. Eines der Highlights im weiteren Verlauf ist der sogenannte Märchenwald, durch den ein schmaler Pfad abwärts führt und der aufgrund der in den Pfad ragenden Pflanzen und jeder Menge Wurzeln am Boden äußerste Konzentration verlangt. Die schwierigste Passage ist der anschließende „Höllenpfad“, bei dem die Teilnehmer zu Beginn von einem Posten auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden. Da ein kleiner Bach in dem Hohlweg durch die starken Niederschläge Hochwasser führte, blieb nichts anderes übrig als durch das Wasser nach unten zu laufen. Die Gefahr bildeten die Steinplatten im Hohlweg, die teilweise nicht mehr sichtbar waren. Eine Läuferin, die mit blutverschmiertem Gesicht das Ziel erreichte hatte offenbar mit ihrem Sturz weniger Glück als viele andere Teilnehmer.
Letztendlich gab es aber keine schwere Verletzung und die Teilnehmer im Ziel hatten nach kurzer Erholung dann doch strahlende Gesichter, denn die absolvierte Strecke war eine wahre Herausforderung und ein tolles Lauferlebnis.
Im Wettbewerb über 5 Km erreichte als schnellste Frau Petra Maak vom TSV Bayer Dormagen, mit einer Zeit von 24:19 Minuten das Ziel. Stefani Richter konnte mit der Zeit von 30:35 Minuten unter die Top 10 laufen und erreichte neben dem 10. Gesamtplatz den 2. Platz in ihrer Altersklasse. Schnellster männlicher Teilnehmer war Marc Zimmermann von Blitz Barmen mit einer Zeit von 20:01 Minuten.
Schnellste Teilnehmerin bei den Frauen über die 10,7 Km-Distanz war erneut Rike Westermann von den ASICS Frontrunnern, mit einer Zeit von 51:19 Minuten. Der Sieg Westermanns war zudem ihr vierter Sieg in Folge in Gummersbach. Cornelia Türk von den Rhein-Berg Runners belegte mit der Zeit von 55:15 Minuten einen tollen 3. Gesamtplatz und schaffte somit den Sprung auf das Podest.


Zudem gewann sie deutlich die Wertung ihrer Altersklasse. Als schnellster männlicher Teilnehmer erreichte Timo Böhl vom TVE Netphen über die 10,7 Km-Distanz mit einer Zeit von 40:26 Minuten das Ziel, mit über 1 Minute Vorsprung vor seinem Teamkollegen Tobias Lauwein. Markus Mockenhaupt, ebenfalls vom TVE Netphen belegte Gesamtplatz 5.
Tobias Hohagen erreichte die Ziellinie im Stadion Lochwiese“ nach 48:37 Minuten, mit einem Abstand von 47 Sekunden vor seinem Teamkollegen Rene Grass. Tobias Hohagen belegte Gesamtplatz 22 und Platz 5 in seiner Altersklasse. Rene Grass wurde mit 49:24 Minuten Gesamt 26. und 3. In der Wertung seiner Altersklasse.
Bei der anschließenden Siegerehrung im Lindenforum ließen die Runners den schönen Abschluss eines tollen Laufjahres noch mit einem Glas Sekt ausklingen.

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